25.08.2011
Tennis
Tennisschläger und Co. im Umbruch der Zeit.
Heutige Tennisschläger und Tennisequipment haben fast nichts mehr mit den anfänglichen Sportgeräten zu tun - ein kleiner Überblick über die Vergangenheit des Tennissports. Tennisschläger und Co. sind heute hoch technologische Artikel - das war jedoch nicht immer so.
Die Entwicklung des Tennisspiels
Tennis ist dieser Tage eine der bekanntesten und am meisten gemochten Sportarten in aller Welt. Das Tennisspiel ist insbesondere in Europa eine der Sportarten mit der längsten Tradition. Schon vor mehr als vier Jahrhunderten wurde der erste Vorreiter des heute bekannten Sports in französischen und englischen Klöstern betrieben. Jedoch wurde seinerzeit noch mit deutlich anderem Spielmaterial und anderen Regeln als dieser Tage gespielt. Erst um 1860 wurde der Sport, so wie er heutzutage gespielt wird, offiziell erfunden, auch der Name stammt aus jener Zeitspanne.
Das Reglement ist noch immer beinahe die Selben wie vor 100 Jahren
Zwar hat sich an den Regeln seither nur geringfügig etwas verändert, die Ausstattung wie Tennisschläger, Bälle und alles andere Equipment hat sich im Laufe der Jahrzehnte jedoch intensiv verändert. So haben aktuelle Tennisschläger mit den Schlägern bei der Kreation des Tennisspiels wenig Gemeinsamkeiten. Gegenwärtige Schläger sind aus Hochleistungs-Materialien wie Carbon, Titan oder speziellen Kunstfasern gefertigt. Zu Anfang des Tennis waren Tennisschläger generell aus Holz produziert - Auch Materialien wie Stahl oder Aluminium wurden erst Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts eingeführt. Auch die Größe und Form der Schläger ist nicht gleich geblieben: Damals waren Tennisschläger eher rund, heute ist die Form der Schläger deutlich ovaler, länglicher und auch breiter als einmal.
Tennisequipment wie Taschen und Co. zählen dieser Tage zur standardmäßigen Ausrüstung.
Anfänglich waren die meisten Tennisschläger und Tennisbälle Einzelstücke, die für jeden Sportler individuell gefertigt wurden. Das änderte sich mit dem Aufstieg des Tennisspiels vom Sport für die Wohlhabenden und Adeligen zum Sport der Massen. Stetig mehr Unternehmen fokussierten sich auf die Weiterentwicklung und den Vertrieb von Tennisausrüstung aller Form. So wurden in kürzester Zeit nicht nur Schläger und Tennisbälle, sondern auch allerlei Equipment, wie zum Beispiel Taschen oder Tenniskleidung gefertigt.
Die Saiten des Tennisschlägers bilden eine Ausnahme - Sie sind noch beinahe so wie vor einem Jahrhundert.
Im Gegensatz zu Tennisschlägern und weiterer Ausstattung haben sich die Saiten des Tennisschlägers im Laufe der Jahre fast nicht geändert. Zwar gibt es heute vor allem im Amateurbereich auch Saiten aus allen möglichen Kunststoffen, Tennisprofis setzen allerdings im Regelfall immer noch auf Natursaiten. Natursaiten sind auch heutzutage noch aus echtem Darm hergestellt, wie auch schon bei der Entwicklung des Tennisschlägers. Bis heute hat es noch keine Technologie geschafft, Saiten aus Kunststoff so flexibel und gut spielbar wie Natursaiten zu machen.
Tennissaiten wurden früher noch manuell gespannt.
Es hat sich am Stoff der Saiten folglich eher wenig verändert, die Technik der Besaitung wurde allerdings im Laufe der Jahrzehnte deutlich gewandelt. Obgleich die Tennissaiten in der Vergangenheit diagonal zum Griff gespannt waren, sind Tennissaiten mittlerweile in einer gitterförmigen Ordnung über den Schläger gespannt. Besaitungsmaschinen oder andere Hilfsmittel zum regelmäßigen Aufziehen der Saiten des Tennisschlägers gab es früher noch nicht. Deshalb musste der Sportler die Tennissaiten mit der bloßen Hand spannen.
Eine Lederhülle mit Wollfüllung statt Gummibälle mit Luftfüllung.
Besonders bei Tennisbällen ist die Fortentwicklung im Laufe der Jahre nicht zu leugnen. Heutzutage bestehen Bälle aus einer Schicht aus Gummi, und sind mit Luft oder teilweise auch Druckluft gefüllt. Einst bestanden Bälle aus rundum anderen Materialien: Ursprüngliche Tennisbälle bestanden aus einer Lederhülle, in die Wolle, Haare oder ähnliche Materialien eingefüllt wurde. Auch Sand, Erde oder gar Metallspäne wurden teilweise in die Tennisbälle gefüllt - nicht selten wurden die Bälle so zu riskanten Geschossen, die häufig auch schwere Verletzungen zur Folge hatten.